Getrennt lebende und zerstrittene Eltern

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Getrennt lebende und/oder zerstrittene Eltern

 

Am liebsten wäre es uns – und wahrscheinlich auch Ihnen – wenn beide Elternteile zu allen Terminen in unserer Praxis gemeinsam erscheinen und wir die Belange Ihres Kindes in einer kooperativen Atmosphäre ruhig und besonnen besprechen könnten.

 

Leider ist dies nicht immer möglich. Neben beruflichen Verpflichtungen ist der häufigste Grund für die Abwesenheit eines Elternteils die vorausgegangene Trennung und/oder anhaltende Konflikte der Eltern. Insbesondere für den Fall, dass es ernsthaftere Spannungen gibt, möchten wir gerne Folgendes klarstellen:

 

Für uns sind beide Elternteile wichtige Bezugspersonen des Kindes, unabhängig davon, wie das Sorgerecht geregelt ist – wir sind daher daran interessiert, sowohl Vater als auch Mutter des Kindes kennen zu lernen (natürlich gibt es hierbei Grenzen bzw. Ausnahmen).

 

Wir sind nicht bereit, Konflikte auf der Elternebene in unserer Praxis auszutragen. Wenn gemeinsame Gespräche in einer respektvollen und wertschätzenden Atmosphäre unmöglich sind, werden wir stattdessen jeweils Einzeltermine mit beiden Elternteilen vereinbaren.

 

Wenn ein sorgeberechtigter Elternteil sich zwecks Vorstellung seines Kindes an unsere Praxis wendet, ist es seine Aufgabe, den anderen Elternteil darüber zu informieren und gegebenenfalls rechtzeitig dessen Einverständnis einzuholen (siehe auch Formular „Einverständniserklärung“ im » Download-Bereich).

 

Ein sorgeberechtigter Elternteil hat generell Anspruch darauf, in wichtige Entscheidungen sowie den Verlauf der Behandlung einbezogen und über Ergebnisse der Diagnostik informiert zu werden. Dies gilt auch, wenn die Vorstellung in unserer Praxis durch den anderen Elternteil initiiert und begleitet wurde.

 

Wenn ein sorgeberechtigter Elternteil die Behandlung in unserer Praxis ausdrücklich ablehnt, werden wir uns selbstverständlich daran halten. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet.

 

Ein nicht-sorgeberechtigter Elternteil kann von uns nur Auskunft zur Behandlung seines Kindes erhalten, wenn der allein-sorgeberechtigte Elternteil dem zuvor ausdrücklich zugestimmt hat.

 

Wir erstellen grundsätzlich keine Stellungnahmen/Gutachten in Sorgerechtsfragen für Anwälte oder Familiengerichte.